Hannibal

Ein kannibalischer Serienkiller im Schafspelz

 

Alles zur Serie Hannibal

Die US-Horror-Serie „Hannibal“ basierend auf dem Roman „Roter Drache“ von Thomas Harris dreht sich um die Beziehung des FBI-Agenten Will Graham und Dr. Hannibal Lecter, der wohl mit Abstand berühmteste Kannibale der Welt. Darin löst Lecter zusammen mit dem einfühlsamen FBI-Profiler Will Graham (Hugh Dancy) Kriminalfälle. Anders als sonst üblich können die Zuschauer also Lecter in „freier Wildbahn“ erleben und das bevor die Welt weiß, was er verbirgt. Denn eine entscheidende Wendung ist, dass er Seite an Seite mit dem Mann zusammenarbeitet, der ihn einmal verhaften soll. Die Serie startet bevor Lecter seine Haft absitzt. Lecter wird nicht unbedingt als Bösewicht erkennbar sein (Fuller beruft sich auf Alfred Hitchcocks Suspense-Prinzip.)

Im Kern ist „Hannibal“ ein Crime-Prodedural mit zwei brillanten Ermittlern, von denen einer insgeheim ein Serienkiller ist. Doch geplant ist viel mehr als das, denn bei Erfolg der Serie und nach einiger Zeit soll Hannibal geoutet werden und die Serie dann eine fundamentale Neuausrichtung erfahren. Fuller vergleicht die Beziehung der beiden Ermittler mit einer Liebesgeschichte. Denn in manchen der Filme sagt Lecter im Gespräch mit Graham, dass in ihm eine Menge Potential schlummert und er dieses womöglich selbst nicht erkennt. In den ersten beiden Staffeln soll also ihr Verhältnis beleuchtet, aber auch nichts überstützt werden.

Übrigens wird „Hannibal“ ein für Networkserien ungewöhnliches Format haben. Pro Staffel sind nur 13 Episoden geplant. Auch bekannte Figuren werden auftauchen, doch Fuller nimmt sich die Freiheit bei einigen Figuren einen Geschlechtertausch vorzunehmen. Während der FBI-Boss Jack Crawford weiterhin ein Mann sein wird, wird Dr. Alan Bloon zu Dr. Alana Bloom und der Klatschreporter Freddy Lounds wird stattdessen zur Promibloggerin Fredricka Lounds.